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Schlagwort-Archive: Webquest

Mein liebstes digitales Tool sind meine Wikis. Ich besitze mehrere davon und bin an anderen aktiv oder passiv beteiligt. Als Anbieter nutze ich wikispaces.com. Nach einer kurzen Erfahrung bei Wikipedia war ich über den Wysiwig-Editor mehr als erfreut, die neuere Entwicklung („classroom“) habe ich noch nicht erforscht, ich nutze vorerst weiterhin die klassische Wiki-Umgebung.

Wiki als Organisationstool

Derzeit besitze ich ein Klassenwiki und ein Fachunterrichtswiki, mit denen ich meinen Unterricht kommuniziere. Hier finden Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern Arbeitspläne, Termine und Materialien, bzw. Links dazu. Im Klassenwiki werden auch aktuelle Hausaufgaben eingestellt, so sie für alle identisch sind. Das Angebot wird von Schülerinnen und Schülern häufig genutzt, besonders vor Lernzielkontrollen. Die Eltern fühlen sich meist sehr gut informiert über das, was ihre Kinder in der Schule machen, und ein verlorener Elternbrief ist auch kein Problem mehr, da meine Mitteilungen hier noch einmal (als PDF) abrufbar sind. Eine kontinuierliche Information über Unterrichtsinhalte scheint mir in einer Klasse mit wenig Hausaufgaben, in der zudem die Schulbücher und Arbeitshefte vorwiegend in der Klasse aufbewahrt werden, sehr wichtig. Sie gibt den Eltern Sicherheit. Der Schnitt nach dem Kindergarten, in dem man in den Abholphasen stets erfuhr, was am Tag geschehen war, ist nicht ganz so heftig. Diese Wikis sind in stetem Fluss und verändern sich permanent. Read More

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Dieser Blogeintrag entstand ursprünglich als Beitrag zur 4. Woche des  #coer13: „OER Einsatzszenarien“.

Arbeitsfeld: 

Web-Quests sind digital bereitgestellte Szenarien und Aufgaben, bei denen die Quellen, auf die zur Bearbeitung der Aufgabe zurückgegriffen werden soll, bereits mit angegeben werden. Sie beruhen auf einem konstruktivistischen Lernbegriff und fördern das selbstgesteurte Lernen in einem sozialen Kontext.

Web-Quests können in allen Schulstufen eingesetzt werden, sobald unbekannte, altersgemäße Texte erlesen werden können und die Lernenden ausreichend Übung im selbstständigen Umgang mit dem Computer erlangt haben.    

Funktionsweise:

Web-Quests sind eine Unterrichtsmethode, die bereits 1995 von Bernie Dodge an der San Diego State University erdacht wurde. Sie ist in Deutschland noch recht unbekannt.

1.) Es wird ein Szenario geschaffen, das so an den Lernenden ausgerichtet ist, dass diese eine intrinsische Motivation entwickeln, sich mit den im Szenario enthaltenden oder daraus enstehenden Fragestellungen zu beschäftigen.

2.) Die Lernenden bekommen eine Aufgabe, die in den meisten Fällen als Gruppe gelöst werden muss. Dazu werden ihnen Materialien zur Verfügung gestellt, die aus Medien jeglicher Art bestehen können. Dieses Material befindet sich vorzugsweise im WWW, oft ist es jedoch sinnvoll (oder aus Urheberrechtsgründen sogar erforderlich) auch herkömmliche Medien wie Buchausschnitte und reale Objekte mit einzubeziehen.

Derzeit droht sie bei uns allerdings in einem Formalismus zu erstarren. Wer sich damit für seinen eigenen Unterricht auseinandersetzen möchte, sollte unbedingt auf die Ursprünge dieser Idee zurückgehen und sich auf der Website http://webquest.org/ oder http://www.webquests.de genauer informieren. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, die Lerner in eine authentische Situation zu bringen, ihnen ein echtes Problem zu bieten, dass sich nicht einfach durch Surfen und Informationssuche auf den vorgegebenen Seiten lösen lässt, sondern erst durch eigenständiges Kombinieren dieser Informationen und – in höheren Jahrgängen – auch eigenen Überlegungen und Positionierungen zum geforderten Problem. Read More