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Schlagwort-Archive: Digital Lernen

Seit dieser Woche gibt es Schule mit Präsenzphasen.

Unser Klassenraum ist klein, unser Klasse mit 24 Kindern voll besetzt. Also haben wir beschlossen, die Klasse in drei Gruppen zu teilen und zwar nach Jahrgängen. Nur – wie verteilt man drei Gruppen auf fünf Tage? Wie stellt man sicher, dass auch die Gruppen in der „Heim-Phase“ angemessen betreut werden?

Noch einmal zur Ausgangslage:

  • 24 Kinder aus drei Jahrgängen
  • 2 Pädagogen in Vollzeit (Erzieherin / Lehrerin)
  • 5 Tage-Woche
  • Vorgabe: eine Gruppe ist jeweils von 8.00 – 13.00 in der Schule, also Halbtagsunterricht
  • alle anderen Kinder sind im Fernunterricht

Wir haben uns für folgendes Modell entschieden und werden es die nächsten Wochen testen:

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Das Schuljahr neigt sich dem Ende zu und – völlig unbeabsichtigt – hat sich dieses Jahr zu einem doch sehr twitterlastigen Jahr entwickelt. Da sich nun die bpb in ihrem nächsten  Bildungssalon dem Thema „Twitter in der Bildungsarbeit“ widmen möchte, liegt es nahe, statt ihnen eine überlange Mail zu schreiben, alles in einem Blogartikel zu verarbeiten. Read More

Wie ich da hineingerutscht bin, kann ich auch nicht mehr sagen, aber eines Tages kam über Twitter eine DM mit der Anfrage, ob ich nicht an einem „global book project“ teilnehmen möchte. Ein digitales Buch mit mehreren Schulen gemeinsam erstellen? Das klang spannend, also sagte ich zu, ohne recht zu wissen, was da auf uns zukam.

Wir bekamen sehr genaue Anweisungen von Mrs. Simpson, der kanadischen Lehrerin, die das Projekt ins Leben gerufen hatte: einen Themen- und einen Zeitplan und Leitlinien für die Nutzung der verwendeten App  (Book Creator), die glücklicherweise auch für Android-Tablets erhältlich ist. Geplant war, dass jede Schule fristgerecht zu jedem Thema einige Seiten erstellt, diese zentral zu einem Buch verknüpft und das Buch dann komplett an alle Beteiligten gemailt wird. Read More

Das Klassenzimmer der Zukunft – Kreide oder iPad?“ ist eine Podiumsdiskussion überschrieben, die am 26. Januar in Hessischen Rundfunk ausgestrahlt wird. Herr Larbig ruft in seinem Blog dazu auf, zu diesem Thema Stellung zu beziehen, um die Diskussion um weitere, durchaus auch kontroverse Gedanken zu bereichern.

Natürlich brauchen solche Ereignisse plakative Titel, aber die Frage, die hier gestellt wird, kann nur eine rhetorische (und falsche) sein. Wir können nicht zurück zur „Kreide“, dazu ist die Technisierung und Digitalisierung  der Gesellschaft viel zu weit fortgeschritten. Zöge sich Schule langfristig auf reinen Kreideunterricht zurück, würde sie ihrem Auftrag im Bereich der Medienbildung (vgl. Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 8. März 2012) nicht gerecht werden können. Eine Hinwendung zum „iPad“ kann aber nicht die Lösung sein, denn die ausschließliche Bindung an einen Hersteller führt immer in eine Abhängigkeit, aus der man sich nur schwer und meist unter (finanziellen und zeitraubenden) Schmerzen befreien kann. Read More

Eines Tages las ich meine Twittertimeline. Ich fand einen Retweet eines neuen, sehr interessanten Twitterers. Ich dachte, das wäre interessant für meine Klasse, über Twitter mit diesem Menschen Kontakt aufzunehmen. Sicher kann er uns viel erzählen, was unseren Kindern fremd und unbekannt ist und so bei ihnen Interesse für Anderes, Ungewohntes wecken und ihren Horizont erweitern.

Gesagt – getan. Eine sehr schöne Kommunikation entstand von beiden Seiten.

Die deutschsprachige Twitterszene ist klein. Die Twitterszene von Lehrern und Bildungsmenschen noch viel kleiner und die Follower kamen sozusagen in Rudeln. Das hatte ich so nicht erwartet, ist aber nicht ungewöhnlich und auch auszuhalten, solange alle freundlich an der Kommunikation teilnehmen und ich die Tweets in der Timeline nicht weiter filtern muss, bevor die Kinder sie zu Gesicht bekommen.

Was mich verstört, ist folgendes:

Wieso entsteht bei so etwas Banalem wie einer twitternden Schulklasse so ein Hype? Ist es nicht völlig normal, dass Kinder andere Menschen über Dinge befragen? Sollte es nicht selbstverständlich sein, dazu die Medien sinnvoll zu nutzen, die uns unsere Zeit anbietet? Die es uns ermöglichen, relativ informell, schnell und problemlos mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen? Wahrscheinlich werden wir auch noch ein Hangout dazu machen und vielleicht wird es sogar ein echtes Treffen geben. Und es wird sich für die Kinder völlig normal anfühlen.

Und ich wünschte, es wäre auch für alle anderen normal!

Erst die Reaktionen, die kommentierten Retweets zeigten mir, dass das, was ich für selbstverständlich hielt, in unserer Schullandschaft irgendwie exotisch sein muss. Aber wo stehen wir mit unserer „digitale Bildung“, wenn das schon etwas Besonderes sein soll? So eine armselige kleine Twitterkommunikation? Arme Schule, mir wird Angst um dich und um die Zukunft unserer Kinder.

Es wird Zeit für eine Zwischenbilanz. Was läuft „aktuell“ an digitalem Lernen in meiner Klasse und in meinem Fachunterricht, also in diesem Schuljahr? Vieles davon ist so selbstverständlich geworden, dass erst eine bewusste Rückschau zeigt, wie wichtig die digitalen Medien in meinem Unterricht geworden sind.

Grundschule:

Rezeption:

  • Nutzung des Whiteboards in frontalen Phasen
    • selbst erstellte digitale Tafelbilder, DUA von Klett, Youtube-Clips, DVDs, Flashanimationen aus dem Netz
  • Nutzung des Whiteboards in Einzelarbeit /Wochenplan
    • Übungen, Lernspiele aus dem Netz, teilweise von L erstellt mit Learningapps.org
  • Internetrecherche über Blindekuh.de
  • Lernspiele am PC in Wochenplan und Freiarbeit (online und offline)
  • Lernen und Üben mit Apps am Tablet in Wochenplan und Freiarbeit
  • Erweiterung von Inhalten durch Augmented Reality über Tablets
  • sich in einem Wiki zurechtfinden und ihm Informationen entnehmen

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Die digitale Revolution in den Schulen lässt noch immer auf sich warten.

Das liegt daran, dass wir keine (modernen) Geräte besitzen, meinen die einen.

Uns fehlt die Infrastruktur, sagen die anderen,

Wir haben kein Netz. Das Ablenkungspotential zu hoch.

Alles ist viel zu teuer, dafür könnte man besser …. (hier Herzenswunsch des Fachbereiches einsetzen, der diese Bedenken äußert) anschaffen.

Deutlich ist – viele Lehrer können keine neuen Medien im Unterricht einsetzen.

Es fehlen ihnen die Technik und das KnowHow. Meist beides.

Viele Lehrer wollen aber auch keine neuen Medien einsetzen.

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Am 24.10. 2014 fand in Köln an der Kaiserin-Augusta-Schule (KAS) das zweite Lernlab statt, einerseits eingebettet in die Internetwoche Köln, andererseits als Auftakt zur Konferenz zu Open Educational Resources (OER).

In einem Lernlab – einem „Labor des Lernens“ – zeigen Lehrer sich gegenseitig modellhaft Unterrichtsequenzen und -methoden um einerseits Gelungenes weiterzuverbreiten und andererseits über Neues miteinander ins Gespräch zu kommen; sozusagen eine organisierte Massenhospitation. Thema dieses Lernlabs war das „Lernen mit neuen Medien“.

Im Vormittagsteil der Veranstaltung übernahmen eingeladene Lehrer anderer Schulen den Unterricht einiger KAS-Kollegen, die sich freiwillig gemeldet hatten, und führten (so war es zumindest geplant) deren Unterricht fort, reicherten ihn allerdings mit digitalen Lernmöglichkeiten an. Dieser Unterricht konnte von Lehrern der KAS und anderen angemeldeten Personen mit besucht werden. Nach einer Mittagspause folgten eine Podiumsdiskussion und zwei je 30-minütige Workshops, an denen alle teilnehmen konnten, die sich zuvor über eine Webplattform angemeldet hatten, letztlich ca. 100 Personen aus Schulen, Elternschaft, Politik und weiteren Bildungsbereichen. Diese Workshops waren inhaltlich breit gestreut, so gab es auch Workshops eines Schulbuchverlages, der Bundeszentrale für politische Bildung und von Schülerinnen der KAS selbst. Read More

Meine Lieblingsapps? Ich besitze doch gar kein iPad! Aber Apps, „kleine interaktive Lernbausteine“, nutze und erstelle ich schon seit mehreren Jahren.

Auf einer Fortbildung lernte ich das Angebot von Learningapps.org kennen, einer kostenlosen Web-Anwendung, die im Rahmen eines Forschungsprojektes der Pädagogischen Hochschule Bern in Kooperation mit der Johannes Gutenberg Universität Mainz und der Hochschule Zittau/Görlitz und in Zusammenarbeit mit mehreren Lehrern entwickelt wurde.

Angeboten werden einerseits leere Übungsformate, von einfachen Zuordnungsübungen, Kreuzworträtseln und Sortierübungen bis hin zu Spielen, die die gleichzeitige Beteiligung mehrerer Schülerinnen und Schüler an verschiedenen Endgeräten ermöglichen. Diese Übungen können ohne weitere Programmierkenntnisse mit eigenen Inhalten – Text, Bild, Audio, Video –  gefüllt werden, seit neuestem ist sogar eine Text-to-Speech-Funktion dazu gekommen. Dabei können sowohl eigene Dateien hochgeladen, als auch nach freien Materialien bei Wikimedia Commons und Youtube gesucht werden (eine manuelle Kontrolle der Lizenzen empfiehlt sich trotzdem). Read More

Mein liebstes digitales Tool sind meine Wikis. Ich besitze mehrere davon und bin an anderen aktiv oder passiv beteiligt. Als Anbieter nutze ich wikispaces.com. Nach einer kurzen Erfahrung bei Wikipedia war ich über den Wysiwig-Editor mehr als erfreut, die neuere Entwicklung („classroom“) habe ich noch nicht erforscht, ich nutze vorerst weiterhin die klassische Wiki-Umgebung.

Wiki als Organisationstool

Derzeit besitze ich ein Klassenwiki und ein Fachunterrichtswiki, mit denen ich meinen Unterricht kommuniziere. Hier finden Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern Arbeitspläne, Termine und Materialien, bzw. Links dazu. Im Klassenwiki werden auch aktuelle Hausaufgaben eingestellt, so sie für alle identisch sind. Das Angebot wird von Schülerinnen und Schülern häufig genutzt, besonders vor Lernzielkontrollen. Die Eltern fühlen sich meist sehr gut informiert über das, was ihre Kinder in der Schule machen, und ein verlorener Elternbrief ist auch kein Problem mehr, da meine Mitteilungen hier noch einmal (als PDF) abrufbar sind. Eine kontinuierliche Information über Unterrichtsinhalte scheint mir in einer Klasse mit wenig Hausaufgaben, in der zudem die Schulbücher und Arbeitshefte vorwiegend in der Klasse aufbewahrt werden, sehr wichtig. Sie gibt den Eltern Sicherheit. Der Schnitt nach dem Kindergarten, in dem man in den Abholphasen stets erfuhr, was am Tag geschehen war, ist nicht ganz so heftig. Diese Wikis sind in stetem Fluss und verändern sich permanent. Read More